Ausstellungen

14. Februar 2027 bis 18. April 2027

Ada Blochwitz

Birding im Trafohaus

Viele, viele Tiere, vor allem Vögel, begegnen uns auf den Gemälden der 2025 verstorbenen Kaarster Malerin Ada Blochwitz. Fasziniert war sie vor allen Dingen von den intelligenten Krähen. Diesen widmete sich Ada Blochwitz schon 2020, als eine Serie von über 100 kleinformatigen Krähenbildern entstand. 60 dieser Krähen können Besucher*innen nun im Kunstraum Trafohaus beobachten.

Ada Blochwitz, Krähen, 2020, Mischtechnik, 12 x 18 cm

Krähen hat Ada Blochwitz immer wieder zu Hause im eigenen Garten studiert. Sie hat sie auf ihren Bildern festgehalten – auffliegende, landende, laufende, stehende Krähen. Dabei stellte sie fest: „Es gibt aggressive Krähen und traurige Krähen.“ Sie widmete sich den Eigenheiten der Vögel ausgiebig, ehe sie zu malen begann. Und dabei traf sie genau jenen reizvollen Grat zwischen Kunst und der detailgetreuen Abbildung im Vogelbestimmungsbuch. Ada Blochwitz war der Überzeugung, dass ihre Krähen (wie auch ihre Pinguine und andere Tiere, die sie malte) einen Charakter haben.

Ada Blochwitz arbeitete mit Ölkreide und Acrylfarben. Zum Schluss legte sie eine durchscheinende Ölfarbschicht darüber, die die Farben intensiver leuchten ließ. Stellenweise schmirgelte sie die Oberfläche an. So bekamen die Bilder eine charmant raue Wirkung und den Anschein des „Aus-der-Zeit-gefallen-Seins“. In ihrem Werk begegnen uns viele Tiere. Konnte sie aus einem Tier ein gutes Bild machen, tat sie es.

Ich gucke in die Welt. Und plötzlich sehe ich etwas, aus dem ich ein gutes Bild machen kann.

(Ada Blochwitz)

Ada Blochwitz arbeitete in Serien, die sie selbst „Phasen“ nannte. Es gab die Phase der Könige und Königinnen, der Männer und Frauen, der Tiere sowie die Phasen der Landschaften, der Häuser und der Kartei- und Lochkartenbilder. Eine Schublade für ihr künstlerisches Arbeiten sucht man vergebens. Sie ließ sich nicht auf einen Motivkreis einengen. Es war die Welt, aus der sie ihre Bildanlässe schöpfte, nicht mehr und nicht weniger.

„Ich gucke in die Welt“, erzählte die Malerin, „wenn ich mit Bus und Bahn unterwegs bin. Das ist die einzige Zeit, in der ich nichts tue außer zu gucken. Und plötzlich sehe ich etwas.“ Wenn sie aus dem, was sie sah, „ein gutes Bild machen“ konnte, hatte sie ihr Motiv gefunden. Und Ada Blochwitz war viel in der Welt unterwegs gewesen.

Die 1952 in den Niederlanden geborene Ada Blochwitz malte, solange sie denken konnte. Als 18-Jährige legte sie deshalb eine Mappe an, bewarb sich an der Kunstakademie Düsseldorf und wurde in der Klasse von Joseph Beuys aufgenommen. „Das war eine sehr, sehr gute Zeit“, erinnerte sie sich: Es gab regen Austausch, Diskussionen, neue Erfahrungen und viel zu beobachten, wie und woran die anderen Studierenden arbeiteten. Zwischenzeitlich verließ sie die Akademie, bewarb sich noch einmal, wurde erneut aufgenommen und studierte schließlich bei Lambert Maria Wintersberger und Rupprecht Geiger.

Nach ihrem Abschied von der Akademie 1975 begann sie, in der Region auszustellen, und tat dies bis zu ihrem Tod. „Die Dinge kamen auf mich zu. Es hat sich immer etwas ergeben“, erzählte sie und ergänzte: „Ich bin zufrieden, ich habe viele Bilder verstreut, und die Menschen erfreuen sich daran.“

Ada Blochwitz starb viel zu früh am 3. April 2025. Die Ausstellung ist ihrem Andenken gewidmet.

Weitere Infos auf der Internetseite von Ada Blochwitz



Zusage

Um die Ausstellungseröffnung besser planen zu können, wäre es ideal, wenn Sie sich anmelden würden. Gerne können wir Sie dann in den Verteiler für zukünftige Ausstellungseröffnungen aufnehmen, wenn Sie dies wünschen.

Ihre Zusage*
Einverständniserklärung

Die Ausstellungen im Kunstraum Trafohaus finden in Kooperation mit der Stadt Kaarst statt.